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Hochwasserschutz-Konzeption

Mit dem Hochwasserschutzkonzept 1997 verfolgen die 23 Städte und Gemeinden des Zweckverbandes das Ziel durch den Bau von Hochwasserrückhaltebecken sowie Maßnahmen entlang der Gewässer wie Dämme, Mauern oder Aufweitungen, einen gleichwertigen Schutz der innerörtlichen Bereiche vor 100-jährlichen Hochwassern sicherzustellen.

Konzeption In den letzten Jahren haben sich wesentliche Datengrundlagen geändert, die den Berechnungen zur Beckenbemessung zugrunde liegen. So wurden Ende 2005 die Bemessungsniederschläge des Deutschen Wetterdienstes, die eine wichtige Eingangsgröße für die hydrologischen Berechnungen sind, auf der Basis neuerer und vor allem längerer Messreihen aktualisiert. Die neuen Bemessungsniederschläge wurden auf der Basis von Messreihen des Zeitraumes 1951 bis 2000 aufgestellt und erfassen damit bereits die ersten Folgen der Klimaänderung.

Die Flussgebietsuntersuchung aus dem Jahre 1997 war noch mit den Bemessungsniederschlägen durchgeführt worden, denen Messreihen der Jahre 1951 bis 1980 zugrunde lagen. Vergleiche zwischen den alten und neuen Bemessungsregen zeigen, dass sich im Elsenz-Schwarzbachgebiet eine deutliche Häufung und Erhöhung der Starkniederschläge ergeben hat. Die Berechnungen zeigen, dass ca. 50 % der Becken bereits bei 50-jährlichen Hochwassern überlaufen würden und nur wenige der bestehenden Becken noch auf 100-jährliche Hochwasser ausgelegt sind. Das Vorliegen eines reduzierten Schutzgrades zeigen auch die Erfahrungen der letzten Jahre mit einer Häufung an Starkregenereignissen, die zu einem Einstau bzw. sogar Überlaufen von Becken führten. Der fehlende 100-jährliche Hochwasserschutz machte somit eine Fortschreibung der Hochwasserschutzkonzeption erforderlich.

Das Hochwasserschutzkonzept 2008 sieht bei den bereits bestehenden Becken Anpassungen in Form von Änderung der Beckeneinstellungen zur Abgabenerhöhung sowie Umbaumaßnahmen für Volumenerhöhungen vor. Des Weiteren müssen nach der neuen Konzeption noch einige Hochwasserrückhaltebecken neu gebaut werden. Ergänzend zum Bau von Rückhaltungen sind in zahlreichen Ortslagen auch gewässerbegleitende Hochwasserschutzmaßnahmen erforderlich. Da an den bestehenden Stauanlagen der Hochwasserrückhaltebecken die Abgabewassermenge erhöht werden muss, um das vorhandene Volumen optimiert nutzen zu können, d.h. damit sich der Stauraum langsamer füllt, müssen die Bäche in ihrer Leistungsfähigkeit zum größeren Wasserabfluss, möglichst durch Verbreiterungen verbessert werden.