Kleine USB-Sticks

Ein Vorteil der USB-Speichersticks ist das sie viel kleiner als eine Diskette, CD, DVD oder Festplatte sein können.
Dadurch kann man sie einfacher und sicherer Aufbewahren und Transportieren, beispielsweise in einer Gürtelschlaufe in einer Gürtelschnalle:

Gürtelschnalle Gürtelschnalle geöffnet, Stick aus Schlinge gezogen


Wie man hier am Beispiel eines Transcend Jetflash T3 mit einer Kapazität von 4 GB sieht, passt er problemlos in die Gürtelschlaufe im Inneren einer Gürtelschnalle. Weil die Gürtelschnalle aus magnetischem Stahl besteht, schützt sie den Stick mechanisch, schirmt ihn magnetisch ab und als Faradayscher Käfig schirmt sie ihn auch elektrisch ab.
Die meisten Gürtel haben zwar nicht genau so einen Hohlraum aus Stahl, aber einen ähnlichen Aufbau und meistens Platz für einen kleinen Stick.
Für eine längerfristigere oder sicherere Aufbewahrung kann man den Hohlraum um den Stick zusätzlich mit Gallium oder Woodschem Metall ausgießen und so auch ein wenig vor Durchleuchten mit Röntgen- oder Neutronenstrahlen schützen.
Man kann auch Gürtel mit Innentasche (Geheimversteck) verwenden, die meist zum sicheren Aufbewahren von Geldscheinen auf Reisen verwendet werden. Solche Gürtel werden deshalb auch als Tresorgürtel oder Geldgürtel bezeichnet und z. B. von Samsonite hergestellt.
So ein Versteck schützt auch nach dem Prinzip "Wo nichts zu finden ist kann auch nichts gestohlen werden".
Deshalb werden solche Sticks beispielsweise in Ländern ohne Meinungsfreiheit, z. B. Kuba, verwendet um regimekritische Dateien zu verbreiten: http://www.heise.de/newsticker/meldung/Welttag-gegen-Internetzensur-Der-Kampf-um-Online-Kontrolle-953175.html.
Sie eignen sich auch zum Verstecken der Boot-Partition für ein verschlüsseltes Root-Dateisystem, und zwar nicht durch Verstecken des Sticks, sondern man kann auch die betreffenden Bootloader-Einträge (doppelt) verstecken und somit auch das verschlüsselte Root-Dateisystem auf einem anderen Datenträger.

Eine Alternative sind Sticks die verdeckt eingebaut sind, z. B. bei der Kopf-ab-steck-Barbie in einer Puppe, im 4GB Fun USB Stick Korken in einem Korken und im 8GB USB-Stick mit LED-Taschenlampe in einer Lampe.
Eine andere naheliegende Möglichkeit zum Verstecken sind neben wireless USB auch das versteckte Einbauen in andere USB-Geräte, aber das gibt es auch schon fertig: Beispielsweise hat die USB-Soundkarte X-Fi Go! von Creative neben der Funktion als Soundkarte auch einen 1 GB USB-Stick integriert. Dieser hat zwar einen Schreibschutz-Schalter, aber nur USB1, ist also sehr langsam. Mein PC mit dem Supermicro X8SAX kann davon (langsam) booten, aber mein Notebook M660SE nicht.
Ein anderes Beispiel ist die Mobile Memory Maus 8000 von Microsoft, eine drahtlose Maus mit 1 GB Speicher. Die ebenfalls drahtlose Level One Funkmaus mit Speicher (50LEO) hat bis zu 8 GB Speicher.
Eingebauten Speicher, von dem dem man auch Booten kann, findet man auch an anderen Stellen, beispielsweise MP3-Player und Handies/Smartphones.
Weitere Möglichkeiten zum Verstecken findet man z. B. auch mit der Suche nach Geheimversteck oder Geheimfach auf ebay.de, mit der Bildersuche von Google und auch mit der Suche Nach Versteck auf pearl.de sowie in Läden wie www.geheimverstecke.de.

Eine andere einfache Möglichkeit einen kleinen USB-Stick unauffällig zu transportieren ist ihn an einen Schlüsselbund zu hängen und die Kontakten mit einem Stift mit der Farbe des Untergrunds (neben den Kontakten) zu übermalen, so das der USB-Stick mit den nicht mehr sichtbaren Kontakten nicht mehr wie ein USB-Stick sondern wie irgendein übliches Anhängsel eines Schlüsselbundes aussieht. Beispielsweise eignen sich die sogenannten Platinenstifte, z. B. der Edding 8300 (schwarz), gut; man benötigt nur etwas Brennspiritus oder Aceton um die Farbe vor der nächsten Verwendung zu entfernen.

Daneben gibt es relativ kleine USB-Sticks auch als Schmuck, meist als Halskette, in verschiedenen Farben und auch mit Perlmutt, so das man ihm den enthaltenen Stick nicht ansehen kann, wenn man ihn nicht schon vorher kennt.
Beispiele sind der JetFlash V90 von Transcend und der Pretec I-Disk Tiny USB.


Übersicht über kleine USB-Sticks

Die folgende Übersicht ist für die kleinsten USB-Sticks mit weniger als 35 mm Länge, 15 mm Breite und 3,5 mm Höhe:

Sony Micro Vault Tiny
Abmessungen (L*B*H): 30 x14,5 x2,7 mm, Gewicht: 1,5 g, Kapazität: 1 bis 4 GB (Stand Dez. 2007).

Sony Pocket Bit Mini
Abmessungen: 32 x14,5 x2,7mm, Gewicht: 1,5 g, Kapazität: 256 MB bis 4 GB (Stand Dez. 2007).

Super Talent Pico-C

Super Talent


Abmessungen: 31,3 x12,4 x3,4 mm, Gewicht: < 6 g, Kapazität: 1 bis 32 GB (Stand August 2009), wasserdicht und deshalb auch leicht desinfizierbar beispielsweise mit Ethanol oder Isopropanol.
Der Test der 8 GB-Version vom August 2008 zeigte einen Straßen-Preis um 25 Euro, eine Größe von 8.019.509.248 Byte, eine mittlere Geschwindigkeit von 17,4 MB/s (Transferrate nach time badblocks -wsv -t random /dev/sdb), stabiles Funktionieren (kein Fehler beim vierfachen Schreib-Lesetest mittels badblocks -wsv /dev/sdb) und Knoppix bootet problemlos von diesem Stick. Allerdings ist der Steckkontakt dieses Sticks mit 2,60 mm sehr dick: Andere USB-Sticks sowie USB-Stecker von Kartenlesern oder Verlängerungskabeln haben zwischen 2,00 und 2,25 mm Breite. Dadurch paßt der Stick meist nur mit relativ viel Kraft in die USB-Buchse. Durch die Extra-Breite und das schwach magnetische Metallblech-Gehäuse, das über die Seiten des Steckkontakts hinaus ragt, ist dieser Stick einer der wenigen, vielleicht der einzige unter den sehr kleinen Sticks, die nicht falsch herum eingesteckt werden können.
Wegen dem schwach magnetischen Gehäuse kann man diesen Stick auch magnetisch befestigen, beispielsweise mit einem Neodym-Magneten oder zwei antiparallel nebeneinander gesetzten und mit den Polen zum Stick zeigenden Polflächen z. B. hinter einem Heizkörper, wo praktisch niemand danach suchen würde. Weil er wasserdicht ist, kann man ihn problemlos auch unter Sand in einem Aquarium verstecken oder z. B. in einer Nivea-Dose; nach einem kurzen Abwischen von Wasser oder Creme ist er wieder einsatzbereit. Man kann ihn auch problemlos in Gallium oder Wachs eingießen.
Die Gehäuse-Masse ist nicht mit der Signal-Masse verbunden.
Update Dezember 2008
Mein erstes Exemplar (oben in der obigen Abbildung) ist schrittweise gestorben: Zuerst Schreibfehler (I/O error), dann Lesefehler (Filesystem Panic) sowie sehr langsames Lesen und schließlich wurde er nicht einmal als USB-Gerät richtig erkannt, egal ob an einem USB2- oder einem USB1-Hub.
Wie bei einem Transcend Jetflash T3 trat dieser Fehler auch hier nach ca. tausend mal Stecken und Ziehen auf; fast so als ob eine künstliche Lebenszeitbegrenzung eingebaut wäre, denn andere Benutzer dieses Sticks berichten ähnliche Probleme:
http://forum.effizienzgurus.de/f14/usb-supertalent-pico-c-8gb-usb-2-0-stick-stu8gpcs-t5303.html
http://forum.ubuntuusers.de/topic/usb-stick-beim-partitionieren-gefetzt/#post-1687086
Update August 2009
Die 16 GB-Version kostet nur noch 27 Euro: http://www.kmelektronik.de/shop/index.php?show=product_info&ArtNr=369971&Ref=104&gp=8778&fd=522852.
Die mittlere Geschwindigkeit liegt bei 18,7 MB/s, die Größe beträgt 16,3 GB (genauer: 16.324.231.168 Bytes).
Allerdings wird der Stick gut warm: Beim Beschreiben mit 1 MB/s wird er 23°C wärmer als der Raum; also 47°C bei 24°C Raumtemperatur. Beim Lesen ist er lauwarm.
Update Ende Mai 2010
Inzwischen gibt es den Stick auch vergoldet statt vernickelt, aber wegen dem derzeit schwachen Euro ist der Preis bei allen Versionen angestiegen, auch im Vergleich zum Vorjahr. Den aktuellen Preisvergleich findet man unter http://www.heise.de/preisvergleich/?fs=Super+Talent+Pico-C&x=39&y=16&in=.

Das Datenblatt zur Pico USB-Serie mit derzeit 8 verschiedenen Bauformen von kleinen USB-Sticks findet man unter http://www.supertalent.com/datasheets/18_75.pdf.


PConKey wEe Pico
Abmessungen: 29 x11 x2 mm, Gewicht: 2 g, Kapazität: 2 bis 16 GB (Stand August 2009). Wie der Super Talent Pico-C ist auch dieser Stick wasserdicht und leicht desinfizierbar.
Ende August 2009 gibt/gab es die 2 GB-Version dieses Sticks bei pearl.de kostenlos (zuzüglich Versandkosten): http://www.pearl.de/product.jsp?pdid=GRA16927&catid=8909&vid=920&curr=DEM.

iDisk Diamond
Abmessungen: 27 x12 x1,9 mm, Gewicht: 1 g, Kapazität: 256 MB (Stand Dez. 2007).

Kingmax Super Stick
Abmessungen: 34 x12,4 x2,2 mm, Kapazität: 256 MB bis 4 GB, wasserfest (Stand Dez. 2007).

PNY micro attache
Abmessungen: 31 x12,5 x2,2 mm, Kapazität: 1 bis 4 GB (Stand Dez. 2007).

Transcend Jetflash T3
Abmessungen: 30 x12,5 x2,2 mm, Kapazität: 1 bis 2 GB; Preis: 12,99 EUR/GB mit stark fallender Tendenz und im US-Dollar-Raum um 12,99 Dollar/GB (Stand Dez. 2007). Anfang März 2008 kostet ein Zehner-Pack 1 GB-Sticks knapp 50 US-Dollar. Mitte 2008 gibt es den Stick mit bis zu 4 GB.
Ein kurzer Test der 1 GB-Version ergab, das der Schreib-Lese-Test mit badblocks -wsv -t random und mit badblocks -wsv bestanden wird, das das Notebook M660SE und ein PC mit dem Mainboard Flexcomputing (Flextronics) QF88 damit booten kann sowie das er eine 40-Grad-Wäsche (mit Vorwäsche, Weichspülgang und Schleudern) problemlos übersteht. Dieser Stick hat weder eine LED noch einen Schreibschutzschalter - was nicht überrascht, weil er einer der kleinsten Sticks ist.

Diese Sticks gibt es in Läden wie Mediamarkt, KMelektronik, Arlt, Conrad, computeruniverse.net usw..

Weitere, aber meist nur unvollständig dokumentierte und schwerer erhältliche, findet man beispielsweise hier:
http://www.copacking-onlineshop.de/epages/62231614.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/62231614/Products/R_USB_Mini
http://www.morning-star.hk/index.php?page=showProduct.php&pid=1
http://www.morning-star.hk/index.php?page=showProduct.php&pid=22
http://www.morning-star.hk/index.php?page=showProduct.php&pid=24
http://www.pretec.com/epages/Store.storefront/?ObjectPath=/Shops/Store.Pretec/Categories/Products/Storage/%22USB%20Flash%20Drive%22
http://www.hyperexperience.com/?p=1266
http://www.twenga.co.uk/prices-FlashPen-Pico-HAMA-USB-drive-key-397361-0


Ein Alleinstellungsmerkmal der kleinsten USB-Sticks ist, das sie nicht seitlich anstoßen können; sie können immer bis zum Anschlag in die USB-Buchse eingesteckt werden.
Dagegen können die "großen" Sticks leicht an einen benachbarten stoßen oder an eine benachbarte Schraube und dadurch passiert es leicht, das ein großer Stick mechanisch zwar halb gesteckt werden kann, er dann aber keine ausreichende elektrische Verbindung hat; er wird dann weder vom BIOS noch vom Betriebssystem gefunden.
Dies ist beispielsweise beim SanDisk U3 Cruzer Micro der Fall, weil er nicht so "micro" ist wie der Name aussagt: Dieser Stick kollidiert bei der untersten onboard-Buchse einiger Mainboards mit der linken Schraube der benachbarten seriellen Buchse; beispielsweise beim Mainboard Supermicro H8DM3-2.

Ein Nachteil der kleinen Sticks ist, das diese Sticks auf geringe Größe optimiert sind und deren Performance dadurch meist deutlich unterdurchschnittlich ist, wie man beispielsweise am OCZ Mini-Kart 1GB sieht und auch ein zweiter Benchmark sowie ein dritter Benchmark bestätigte.
Eine löbliche Ausnahme ist der Kingmax Super Stick mit 20 MB/s read und write und der Super Talent Pico-C ist praktisch gleich schnell.
Auf Schreibschutz-Schalter wurde bei allen bekannten kleinen Sticks zwar verzichtet, aber zumindest der OCZ Mini-Kart hat eine Status-LED.

Es gibt auch deutlich größere aber immer noch relativ kleine USB-Sticks, die nicht wie solche aussehen und sich dadurch ebenfalls leicht verstecken lassen (Sicherheit durch Tarnung). Beispielsweise ZipZip: ZipZip - USB-Sticks in Lego-Baustein-Form und der Transcend JetFlash V90 der mit 33.9mm x 13.2mm x 4.8mm nicht groß ist und den man als Schlüsselanhänger oder als Halsband tragen kann.
Ein anderes Beispiel sind Kugelschreiber (USB Pen Flash Drives): http://www.sz-wholesale.com/p/Pen-USB-Memory-Stick/USB-Pen-Flash-Drives-31071.html.

Die kleinen Sticks haben aber auch ein paar Nachteile: Sie werden leichter verloren, sind als verschluckbares Kleinteil (DIN EN 71) für Kinder ungeeignet und sie funktionieren nur dann, wenn man sie richtig herum einsteckt, aber bei den meisten ist die Chance für das richtige Einstecken, wenn man vorher nicht nachsieht, wo die Kontakte sind oder beide Richtungen ausprobiert oder zusätzliche Führungs-Bleche vorhanden sind, bei maximal 50%, selbst wenn man das richtige Ende einsteckt. Und hierbei hat man keine richtige Rückmeldung, denn ein falsch herum gesteckter Stick verhält sich so wie ein vollständig defekter Stick!
Diese 50 %-Chance hat man zwar vor dem Einstecken auch bei großen USB-Sticks, mit Stecker mit Metall-Rahmen, aber man erhält sofort eine Rückmeldung; man kann sie nicht falsch herum einstecken und bei falscher Ausrichtung kann man sofort korrigieren.
Für große USB-Sticks gibt es auch Buchsen, bei denen man nicht ausprobieren muss wie sie orientiert sind, weil sie das Einstecken in beide Richtungen erlauben: http://www.golem.de/news/buffalo-usb-hub-ohne-oben-und-unten-1209-94277.html. Diese Buchsen beseitigen aber nur das Manko das USB-Buchsen ihre Orientierung/Einsteckrichtung nicht durch ihre Form angeben - im Gegensatz zu anderen Steckerstandards wie Firewire und VGA. Eine mögliche Lösung des Problems der Kontaktierung kleiner Sticks ist die Ober- UND Unterseite mit Kontakten zu versehen, so das man den Stick nie falsch herum einstecken kann. Allerdings braucht man hierbei zusätzlich ein "Autonegotiation", weil sonst die Kontakte auf der Rückseite, die ja auf dem Metallrahmen der Buchse aufliegen, einen Kurzschluß verursachen können. Wohl deshalb wurde es von keinem Hersteller realisiert, obwohl es technisch trivial lösbar ist, z. B. mit Schottky-Dioden an den beiden Stromversorgungs-Kontakten und einem direkt von den Stromversorgungs-Kontakten angesteuerten Multiplexer für die beiden Signal-Adern, aber bisher gibt es das noch nicht.
Ebenfalls wünschenswert und nicht realisiert sind, statt der kurzen Kontakte an nur einem Ende, Kontakte die über die gesamte Länge reichen; dann gäbe es bei den kleinen Sticks nämlich kein Vorne und Hinten mehr.
Sowas gibt es aber fast schon: Die CnMemory-Sticks Click-USB (www.cnmemory.de) haben an einem Ende einen SDC-Stecker und am anderen, auf der Unterseite, einen USB-Stecker. Dort wird sogar die Masse über einen Multiplexer geschaltet: http://www.elv.de/output/controller.aspx?cid=74&detail=10&detail2=20503. Allerdings kann von diesem Stick nicht immer gebootet werden; mit dem Notebootk MS660SE funktioniert es, aber mit dem Mainboard QF88 geht es nicht. Zudem ist der Schreibschutzschieber nur für SD-Slots, so das er beim Verwenden des USB-Steckers nicht als Schreibschutzschieber wirkt und beim Verwenden des SD-Steckers nicht in jedem Kartenleser wirkt.

Es gibt zwar auch Firewire-Speichersticks, bei denen man das Problem des Ausprobierens der Ausrichtung des Stick-Steckers nicht hat, weil man im Gegensatz zu USB die Ausrichtung von Stecker und Buchse auch auf Gehäuse-Rückseiten und in dunklen Ecken leicht ertasten kann, aber Firewire-Sticks sind um ein Vielfaches teurer und extrem selten; kaum ein Händler bietet sie an, obwohl Firewire auch bei Speichersticks gegenüber USB viele Vorteile hat; beispielsweise weit weniger CPU-Last, deutlich geringere Latenzzeit und deutlich weniger Overhead.

Neben den kleinen flachen gibt es auch kurze dicke USB-Sticks, die viel kürzer als 34 mm sind, aber dafür deutlich breiter als 3,5 mm sind.
Ein Beispiel ist der USB Nano Speicherstick 8GB von Delock (19,4 x 15,4 x 6,9 mm).
Er hat zwar eine Aktivitäts-LED, ist aber mit einer Geschwindigkeit um 4 MB/s beim Schreiben wie Lesen einer der Langsamsten Sticks. Außerdem kann mein Notebook (M660SE) davon zu 30 % nicht oder nicht vollständig booten; einmal ist sogar schon das BIOS hängen geblieben!

Eine Alternative zu den kleinen USB-Sticks sind sehr kleine Kartenleser mit Miniatur-Speicherkarten wie Memory Stick Micro (12,5 mm × 15 mm × 1,2 mm), MMCmicro (12 mm × 14 mm × 1,1 mm) oder microSD Card (11 mm × 15 mm × 0,7 mm): Miniatur-Kartenleser
http://www.pearl.de/product.jsp?pdid=PX2133&catid=1133&vid=920&curr=DEM
http://www.ubergizmo.com/15/archives/2007/02/honey_i_shrunk_the_usb_micro_drive.html
http://www.dealextreme.com/feedbacks/BrowseReviews.dx/sku.6108.

Dazu gibt es auch sichere Verpackungen wie z. B. Spy Coins, welche die Karten auch als Faradayscher Käfig schützen:
Spy Coins Spy Coins
http://www.thinkgeek.com/gadgets/tools/b308/?cpg=wnrss
http://spy-coins.com/
http://makersmarket.com/sellers/82-brian-dereu.

Zum längeren Lagern eignen sich neben den klassischen Methoden, also Eingraben, Eingießen und Versenken, auch das Ablegen an Stellen die ohne Werkzeug nicht erreichbar sind, beispielsweise verschraubte elektrische/elektronische Geräte. Für die kleinen Speichersticks reichen schon verschraubare Stecker-Gehäuse.
Die dünnen Datenträger, beispielsweise MicroSDs, können an sehr vielen Stellen sicher versteckt gelagert werden, beispielsweise zwichen zwei Lagen Tapete an der Wand oder zwischen zwei Klebestreifen Gewebeklebeband/Panzerband. Besonders gut dafür eignen sich Industrial microSD-Karten, z. B. von ATP, denn die sind wasserdicht, schock- und vibrationsfest sowie witterungsbeständig.
Weil die allermeisten Metalldetektoren das bischen Metall einer MicroSD nicht nachweisen können, sind sie gut versteckt wenn sie nicht sichtbar sind. Dabei sollte man beachten das wenn man mehrere versteckt, sie weit voneinander und an ganz verschiedenen Stellen versteckt werden sollen, damit wenn eines entdeckt wird, die anderen nicht leicht in der Nähe oder an ganz ähnlichen Stellen gefunden werden können.
Generell gilt: Die Lagerung ist um so sicherer a) je schwerer das gelagerte erreichbar ist, b) je größer der Suchaufwand ist, c) je gefährlicher eine Suche dort ist und d) je mehr und bessere Attrappen es gibt. Den Punkt a) erreicht man mit einem (versteckten) Safe und auch schon mit einem Lagerplatz, der ohne Werkzeug nicht erreichbar ist, z. B. ein zugeschraubtes Tastatur- oder Maus-Gehäuse. Den Punkt b) erreicht man durch einen großen Suchraum, z. B. mit eine MicroSD-Karte unter eine großen Tapete kleben oder in einem großen Wald vergraben. Den Punkt c) erreicht man durch Gefahren wie elektrischen Strom, radioaktive Strahlung, oder gefährliche Tiere. Beispiele hierfür sind ein wasserdichter USB-Speicherstick im Sand eines Aquariums mit einem Feuerfisch, Lagerung hinter der Abdeckung in einem Sicherungskasten der ohne Auwand wie Ziehen der Haussicherung nicht spannungsfrei zu schalten ist (oder Arbeiten unter Spannung erfordert), oder permantente Zugangssicherung und Bewachung wie in Fort Knox. Den Punkt d) erreicht man mit Täuschungen wie einem unversteckten und leicht zugänglichen Safe mit wenig Bargeld und Datenträgern mit Datenmüll oder nicht offensichtlichen Defekten und den wichtigen Sachen in einem zugänglichen und versteckten Safe.
Das Versteck ist um so sicherer, je mehr Maßnahmen angewendet werden. Beispielsweise ist im Sicherungskasten das Innere eines halb geleerten und zugeschraubten Sicherungsautomaten, der angeschlossen und auch unter Spannung ist, deutlich sicherer als der blanke und daher viel leicher einsehbare Boden hinter der Abdeckung.
Generell gilt das die sogenannten Geheimverstecke, die z. B. auf Ebay angeboten werden oder in Spionage-Museen ausgestellt werden, Angreifern bekannt sind und daher schlecht zum Verstecken geeignet sind. Sie eignen sich aber gut als Attrappen, zum Endlagern von defekten Datenträgern.



Sitemap