Test vom Oktober 2007 mit 9 USB-Sticks der Größe 4 GB und unter 40 Euro, mit unten angehängten Updates 2008, 9, 10, 11, ... zu neueren/größeren Sticks.


Hersteller, Name, Revision des USB-Devices Kapazität Größe (in kiB, laut badblocks) Schreibschutz
-Schalter
Preis Okt. 2007 in
Euro
Geschwindigkeit
in MByte/s
Booten M660SE Booten Q8KS Booten QF88 Booten S3992 Booten X6DA8-G2 Booten insges. Bemerkungen
SanDisk U3 Cruzer Micro, Rev: 4.05 4 GB 4006726 - 39 11,4 + + + + + 100 % Schnellster und teuerster Stick im Test: Mittelmäßig schnell. Pluspunkt: Einschiebbar (keine Kappe) und Ausschieben mit Einrasten. Minuspunkt: U3 (kann problematisch sein, hat beim ersten Test aber nicht gestört).
Connect3D POCKETdrive, Rev: PMAP 4 GB 4030464 - 36 10,3 + + + + + 100 %  
Kingston DataTraveler I, Rev: PMAP 4 GB 4030464 - 36 9,2 + + + + + 100 % Minuspunkt: Beim Schreib-Lesetest meldete er sich als USB-Device ab und musste neu gesteckt werden.
PowerRAM, Rev: PMAP 4 GB 4030464 - 35 9,1 + + + + + 100 % Pluspunkte: Einschiebbar (keine Kappe) und Ausschieben mit Einrasten, stimmige Geschwindigkeitsangabe (80x, 12 MB/s read, 3 MB/s write), 5 Jahre Garantie
Intenso USBDRIVE, Rev: 0.00 4 GB 3948543 - 34 0 + + + + + 100 % Gestorben beim ersten Schreib-Lesetest.
Platinum 4 GB   - 33   -         0 %  
PNY attache 4G 4 GB   - 37   -         0 %  
PNY attache 4GB 4 GB   - 36   -         0 %  
Ultron MLC 4 GB   - 29   -         0 %  

Im Test waren 9 USB-Speichersticks mit einer Größe von 4 GB und einem Preis von (Ende September) maximal 40 EUR, denn es gibt Sticks dieser Größe im Preisberich von 29 EUR (Ultron) bis 115 EUR (Verbatim USB-Stick 4GB Professional), aber mehr als 40 EUR für 4 GB auszugeben macht nur für spezielle Sticks Sinn; beispielsweise High-Speed-Sticks mit mindestens 25 MB/s Schreiben und 35 MB/s Lesen.

Das Booten wurde zuerst an meinem Notebook M660SE getestet, denn beispielsweise für ein BIOS-Update muss es über USB-Stick gebootet werden. Dabei zeigten sich zwei Gruppen von Sticks: Mit der guten Gruppe konnte beim ersten Versuch gebootet werden, mit der schlechten Gruppe konnte nicht gebootet werden, obwohl es mit jeder der 3 USB-Buchsen und jeweils vorher Notebook ausschalten versucht wurde; zudem wurde es noch mit einem USB1-Hub versucht, weil das M660SE mit einem älteren 512 MB-Stick (FSC Memorybird P Rev. 2.0) nur darüber booten kann, aber bei den 4 GB großen Sticks half der Hub nicht.
Dieses Problem, das der Stick nur mit USB1 funktioniert, kann man bei laufendem Linux durch Entfernen des Moduls ehci_hcd erreichen (rmmod ehci_hcd, eintragen in /etc/modprobe.d/blacklist und als Kernel-Boot-Parameter brokenmodules=ehci_hcd). Danach sind die Sticks aber durch das so erzwungene USB1 entsprechend langsam.
Anschließend wurden nur noch die Sticks der guten Gruppe getestet und wie in der Tabelle nachzulesen konnten damit auch die PCs mit Mainboards von Iwill (QK8S), Flexcomputing (QF88), Tyan (S3992) und Supermicro (X6DA8-G2) booten. Entsprechend ergeben sich für die Booten-Wertung nur 0 oder 100 Prozent. Es zeigt sich also ein sehr deutlicher Unterschied zwischen den so genannten bootfähigen und nicht bootfähigen Sticks und diesen Unterschied kann man den Produktbeschreibungen nicht entnehmen. Ähnlich ist die Lage beim Schreibschutzschalter: In den meisten Produktbeschreibungen steht er nicht und wenn, dann ist die Produktbeschreibung häufig falsch; d. h. ein angegebener Schreibschutzschalter ist beim Stick nicht vorhanden. Deshalb hatte keiner der Sticks im Test einen Schreibschutzschalter.

Zur Geschwindigkeitsmessung verwendet wurden nur die akzeptablen (=bootfähigen) Sticks mittels

time badblocks -wsv -t random /dev/sda

gemessen unter SuSE 10.2, x86 32 Bit auf einem PC mit Tyan Tiger MPX mit einer PCI-Combo-Karte mit USB 2.0, Firewire und Gigabit-Ethernet von Avlab.
Vor der Geschwindigkeitsmessung sollte man mittels

fdisk -l

nachsehen ob der Stick wirklich /dev/sda ist bzw. ein anderes Device eintragen, denn ansonsten können Daten unrettbar überschrieben werden und selbst ein Abbrechen hilft dann nur wenig weiter, weil zuerst der Master Boot Record mit der Partitionstabelle oder der Volume Boot Record überschrieben wird.

Die mittlere Geschwindigkeit wird einfach als Datenträgergröße geteilt durch Zeit gemessen, also V = s/T. Weil beim Schreib-Lesetest mit badblocks zuerst geschrieben und dann gelesen wird, muß man als Datenträgergröße s des Benchmarks das doppelte der Größe des Datenträgers angeben.
Die Datenträger-Größe wird als 1024 Byte-Block-Anzahl beim Start von badblocks angezeigt.
T ist der real-Wert von time, in Sekunden.

Bei dieser einfachen Geschwindigkeitsmessung wird der Mittelwert der reziproken Lesegeschwindigkeit und der reziproken Schreibgeschwindigkeit gebildet.
Weil die Lesegeschwindigkeit meist deutlich höher ist als die Schreibgeschwindigkeit erhält man dadurch einen Wert der größer ist als das arithmetische Mittel von Lesegeschwindigkeit und Schreibgeschwindigkeit. Da in der Praxis meist deutlich häufiger gelesen als geschrieben wird, ist die hier gemessene Geschwindigkeit aber praxisnäher.

Man könnte noch genauer messen und zwischen Lese- und Schreibgeschwindigkeit unterscheiden sowie mit verschiedensten Zugriffsmustern und Blockgrößen messen, aber das wäre praxisfern, denn mit einem USB-Stick wird sowohl gelesen als auch geschrieben und kein Anwender optimiert für einen USB-Stick Zugriffsmuster und Blockgrößen.

Um zu testen wie stark die Geschwindigkeit vom verwendeten Rechner abhängt, wurde testweise wurde der schnellste Stick, der SanDisk U3 Cruzer Micro, auch am Notebook M660SE gemessen und zeigte dort 7 % mehr Geschwindigkeit, also 12,2 MB/s. Vom theoretischen Maximum von 60 MB/s wie auch vom durch den Protokolloverhead gegebenen praktischen Maximum von 35 MB/s ist man aber bei allen Sticks im Test weit entfernt.
Die Werte für die Geschwindigkeit hängen also geringfügig vom verwendeten Rechner ab. In der Praxis, beim Verwenden mit Dateisystem und dem Kopieren mehr oder minder vieler Dateien, sieht man etwas kleinere Geschwindigkeiten.
Interessant ist auch, das die Geschwindigkeit von den Daten abhängt: An einem Corsair Flash Voyager 4 GB zeigt sich mit einem konstanten Muster wie 0x00 oder 0xff eine Schreibgeschwindigkeit von 14 MByte/s, während es mit dem Pseudozufallsmuster von Badblocks nur 8 MByte/s sind; bei sehr einfachen Datenmustern ist dieser Stick also fast doppelt so schnell! Die Ursache hierfür ist bisher unbekannt, aber dieses Phänomen findet man auch in diversen Internet-Foren beschrieben; beispielsweise hier.
Die Geschwindigkeit 0 beim Intenso bedeutet, das der Benchmark fehlerhaft abgebrochen wurde. badblocks meldete in diesem Fall defekte Blöcke und der Linux-Kernel bringt folgende Meldungen:

USB disconnect
SCSI error: return code = 0x10000
end_request: I/O error, dev sda
rejecting I/O to dead device

Danach blieb der Stick tot: Unter Linux wird er von fdisk -l nicht angezeigt und MS-Windows zeigt in der Datenträgerverwaltung ein Wechslemedium mit dem Inhalt "Kein Medium". Die Versions-Nummer 0.00, die der Linux-Kernel von diesem USB-Gerät nach dem Einstecken anzeigt, deutet darauf hin, das die Ursache noch nicht ganz ausgereifte Hardware ist.
Beim Stick von Kingston zeigte sich beim ersten Versuch das gleiche Problem, aber nach Abziehen und wieder Einstecken hatte er sich erholt und beim zweiten Versuch konnte die Geschwindigkeit gemessen werden.

Einen ähnlichen totalen Frühausfall wie beim Intenso habe ich auch schon bei einer Festplatte von Maxtor gesehen, die nach nur 4 Stunden Nutzung starb. Ob die Sticks von Ultron generell eine kurze Lebensdauer haben, kann mit dem Test deshalb nicht ausgesagt werden, aber das auch der Stick von Kingston kurzzeitig dieses Problem hatte, deutet auf ein generelles Stabilitäts-Problem der Sticks hin, denn solche Probleme habe ich bei USB-Festplatten nie gesehen, obwohl ich die seit Jahren verwende und auch mehrfache komplette Schreib-Lesetests tagelang darauf liefen.
Um solche Frühausfälle herauszufiltern sollte man vor dem ersten Einsatz einen Datenträger immer mit einem kompletten Schreib-Lesetest überprüfen. Statt einem einfachen Schreib-Lesetest sollte deshalb der übliche vierfache gemacht werden mittels

time badblocks -wsv -o logfile_badblocks_sda.txt /dev/sda

In dem Logfile findet man die Position der Fehler auf dem Datenträger.

Fazit

Die Sticks im Test zeigten generell mehr Leistung für mehr Geld: Mit dem billigsten konnte nicht einmal das Notebook M660SE gebootet werden und der teuerste ist der schnellste, der auch keine lästige Kappe hat. Allerdings zeigte sich hier, wie auch beim Testen von Festplatten, das es zu einigen Prozent Frühausfälle gibt, nach denen der Datenträger tot ist.

Richtige High-Speed-Sticks mit deutlich über 20 MByte/s auch beim Schreiben waren nicht dabei. Auch hier zeigt sich, das Leistung Geld kostet: Der Corsair Voyager GT 4GB mit 34MB/s Lesen 25MB/s Schreiben (laut Hersteller) kostet gut 70 EUR und ist damit rund doppelt so schnell und teuer wie der teuerste und schnellste Stick im Test.

Nicht ganz unwichtig ist die Lieferzeit: Im Test dauerte die Lieferung trotz Vorkasse einen Monat, von 15 bestellten Sticks konnten nur 9 geliefert werden und in dieser Zeit sind die Sticks um rund 15 % billiger geworden; hier bewahrheitet sich "Zeit ist Geld" als Vorteil für den Händler und als Nachteil für den Kunden, auch weil die Vorkasse für die nicht gelieferten Sticks ein zinsloser Kredit ist und im Kokursfall ist die Vorkasse sogar komplett verloren. Man sollte daher den Lieferanten sorgfälltig auswählen.

Von den 9 Sticks ist der SanDisk U3 Cruzer Micro empfehlenswert, denn nur er hat eine Durchschnittsgeschwindigkeit von deutlich mehr als 10 MByte/s, durch den versenkbaren und einrastenden USB-Stecker entfällt die umständliche Kappe und es konnte damit jeder Rechner gebootet werden, der vom USB-Stick booten kann. Ein Minuspunkt ist aber das auf diesem Stick die nicht leicht entfernbare Badware U3 ist.
Der U3 Cruzer Micro eignet sich laut SanDisk auch für ReadyBoost, aber mit einer mittleren Geschwindigkeit von weit weniger als 20 MByte/s ist dieser Stick für ReadyBoost nicht empfehlenswert.

Auf dem U3 Cruzer Micro ist auch etwas Software (Bonusprogramme) zur Verwendung unter MS-Windows.
Dieses U3 kann man mit MS-Windows-Programmen entfernen:

http://www.sandisk.com/Assets/u3/launchpadremoval.exe

http://www.u3.com/uninstall/final.aspx

Unter Linux kann man die Badware U3 nach dieser Anleitung entfernen:

http://teknohog.godsong.org/hacks/u3/

Das U3 erscheint im BIOS als zusätzliches USB Mass storage Device und vom Betriebsysstem aus als CD-Laufwerk, auf dem ca. 5 MB Dateien read-only und meist mittels CDFS gespeichert sind. Zudem ist dort kein freier Platz vorhanden und vom Betriebssystem aus kann man nicht direkt schreibend zugreifen.
Auf dem Cruser sind in dem U3 die 3 Dateien autorun.inf (1 kB), LauchPad.zip (4 MB) und LaunchU3.exe (1 MB), und die bewirken, das das MS-Win u. A. ungefragt einige Dateien und Verzeichnisse in der ersten Partition des Sticks anlegt und auch nach Hause (u3.sandisk.com) telefoniert und nach Updates fragt.
Mit der launchpadremoval.exe kann man zwar die U3-Partition, die sich als zweites USB-Device meldet, entfernen aber dieses Programm fügt den dadurch freigesetzten Speicher dem Rest so hinzu, das die Daten auf dem Stick entweder gelöscht werden oder nach einem kurzzeitigen Backup wieder auf den Stick kopiert werden. Beim Letzteren wird aber die fdisk-Geometrie (255 h, 63 s) gelöscht und durch eine nicht bootfähige neue (16 h, 63 s) ersetzt; mit dem Stick kann anschließend nicht mehr gebootet werden! Und weil für eine neue fdisk-Geometrie eine neue Partitionstabelle nötig ist, bedeutet dies für einen bootfähigen Stick a) VORHER ein Backup anlegen, b) fdisk-Geometrie reparieren, b) neu Partitionieren, c) neu Formatieren, d) Bootloader neu installieren und e) Backup wieder auf Stick kopieren (ohne Dateien vom Bootloader zu überschreiben).

Zudem schreibt das Programm launchpadremoval.exe das kurzzeitige Backup OHNE NACHFRAGE irgendwo auf den PC, wo zu wenig Platz sein kann, wo die Daten beispielsweise aus Datenschutzgründen möglicherweise nicht hin sollen oder es andere Probleme gibt; wie das U3 ist auch dessen Entfernung nicht unproblematisch!
Das U3 sollte man daher möglichst vor der ersten Benutzung entfernen, auch um den vom U3 belegten Speicher mit einem Schreib-Lesetest überprüfen zu können.

Man kann nur hoffen, das Sandisk hier nachbessert, so das das launchpadremoval.exe zumindest nachfragt wo das kurzzeitige Backup vom Stick hin darf und das es die Option anbietet den 5 MB kleinen Speicherplatz der U3-Partition an die andere, rund tausendfach größere, einfach anzuhängen, so das die vorhandenen Daten auf dem Stick erhalten bleiben und der Stick bootfähig bleibt. Nur wegen einer Vergrößerung der Datenpartition um rund ein Promille den Stick neu zu Formatieren, Partitionieren usw. ist ja wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.

Was dieses "nach Hause telefonieren" vom U3 genau macht und wie man das U3 an seine Bedürfnisse anpaßt, auch mit beliebigen Applikationen wie beispielsweise Keylogger, oder ein Skript das dem Besitzer per E-Mail mitteilt, wo er sich beim Einstecken des Sticks gerade befindet (sinnvoll für verlorene/gestohlene Sticks), kann man nachlesen im Artikel "Hacking the SanDisk U3" im Hacker Quarterly 24.4.
Es wird daher sicherlich nicht lange dauern, bis diese nach Hause telefonierende und vom MS-Win automatisch gestartete U3 auch für Viren, Würmer, Trojaner und andere Schädlinge mißbraucht wird, denn auch USB-Festplatten wurden schon während des Produktionsprozesses mit Viren verseucht (http://www.heise.de/newsticker/meldung/96377). Als Baukasten hierfür gibt es u. A. Gonzor's Payload.

Ebenfalls halbwegs empfehlenswert ist der PowerRAM, denn von den brauchbaren, also bootfähigen, Sticks ist er der billigste, er ist nur rund 1/5tel langsamer als der U3 Cruzer Micro und wie dieser hat er ebenfalls keine störende Kappe. Zudem hat der PowerRAM 5 Jahre Garantie.

Die anderen 7 Sticks sind generell nicht empfehlswert, denn sie haben eine umständliche Kappe oder sind instabil oder es kann nicht davon gebootet werden.

Die Bilanz des Tests ist insgesamt aber ungenügend, weil USB-Sticks immer noch unausgereift sind: Einer von 9 Sticks starb schon beim ersten und ganz einfachen Schreib-Lese-Test, ein weiterer meldete sich bei diesem Test bis zum nächsten Anstecken ab und mit 4 von 9 Sticks kann nicht einmal gebootet werden! Zudem haben die meisten eine umständliche Kapppe und wegen dem fehlenden Schreibschtuzschalter ist keiner ein vollwertiger Disketten-Ersatz.

Wer einen lüfterlosen PC mit einem USB-Stick als einzigen Datenträger verwenden will oder Knoppix von Stick booten will oder auch einfach nur mittels von Stick gebootetem (Free)DOS eine Firmware oder ein BIOS updaten will hat deshalb mit hoher Wahrscheinlichkeit erhebliche Probleme, die von Herstellern und Händlern verschwiegen werden. Dies zeigt sich auch darin, das es für die allermeisten Sticks kein Datenblatt gibt, das auch Lese- und Schreibgeschwindigkeit enthält.

Mit dem FernAbsatzResecht bzw. §355 BGB ist die Lage aber noch befriedigend, denn die Sticks, die sich als nicht akzeptabel herausstellen, kann man gemäß dem zweiwöchigen Rückgaberecht zurückgeben. Bei mir dauerte die Gutschrift der 7 zurückgegebenen Stick sogar nur einen Tag.
Problematisch ist aber das die Lieferung durchaus einen Monat dauern kann und man entsprechend lang planen muß.

Update 2007-11-07

Auch der PowerRAM erwies sich als instabil: Beim zweiten Einrichten des Sticks per Skript (knoppix_usb.sh) meldete der Linux-Kernel

usb 1-1: USB disconnect, address 10
7:0:0:0: rejecting I/O to dead device
7:0:0:0: rejecting I/O to dead device
7:0:0:0: rejecting I/O to dead device
7:0:0:0: rejecting I/O to dead device
sda : READ CAPACITY failed.
sda : status=0, message=00, host=1, driver=00
sda : sense not available.
7:0:0:0: rejecting I/O to dead device

Beim Notebook M660SE zeigten sich drei Probleme:
A) zeigt Memtest86+ alle paar Stunden und manchmal beim Stick ziehen oder stecken eines Sticks ein paar gekippte Bits bei Adresse 0x7bfe0, B) FreeDos bleibt beim Booten mit der Meldung

-Initdisk

hängen, C) vom 512 MB-Stick (FSC Memorybird P, Rev. 2.0), über USB1-Hub, kann das MS-DOS (vom MS-Windows 98) nicht booten; das Notebook bleibt mit der Meldung "Disk I/O Error" stehen (ohne den Hub konnte nicht von dem Stick gebootet werden).
Beim Booten von CD/DVD bleibt das Freedos aber auch hängen, mit einem blinken Cursor (und sonst Blackscreen). Offenbar hat das BIOS vom M660SE noch ein paar Bugs, denn auf den anderen oben aufgelisteten Rechnern gab es keines dieser Probleme.
Das Booten und Verwenden vom Knoppix war aber problemlos, auf allen Rechnern und egal ob von CD/DVD oder Stick.

Update 2007-12-08: Der Test umfasst jetzt 13 Sticks

Nachdem vom Versandhändler M*********y trotz Vorkasse im September und zweimaliger Nachfrage erst nach zwei Monaten 4 weitere Sticks kamen, hier kurz das Ergebnis:

Corsair FlashVoyager, Rev: 1100, 37 EUR: 3964928 blocks, Problemlos auch beim Booten, 10,9 MB/s.
Ein empfehlenswerter Stick, aber mit Kappe als kleinem Minuspunkt und 0,5 m USB-Verlängerungskabel als kleinem Pluspunkt. Auf dem Stick ist auch Truecrypt mit Manual, aber das gibt es auch online kostenlos.

SanDisk Cruzer Crossfire Rev: 2.0 (USB-Device Rev. 5.0), 33 EUR: 4000154 blocks, 7,3 MB/s, aber defekt: Beim letzten der vier Default-Schreib-Lesetets meldet badblocks 100 % defekt! Durch Ziehen u. neu stecken wiederbelebbar, aber weiterhin instabil.

hama: Flash Disk, Rev: 5.00, 34 EUR: Defekt; vermutlich nur ein Fake: Ein einfacher kurzer Test mit badblocks -t random meldet ab Block 1026048 (gut 1 GB) nur defekte (fehlende ?) Blöcke und der Linux-Kernel bringt Fehlermeldungen wie
end_request: I/O error, dev sda, sector 1756185.
Pluspunkt: Funktionierender Schreibschutzschalter.

Platinum USB STICK (PDU15_4G 7AI2.0), Rev: 0.00, 39 EUR: Defekt wie der Stick von hama, ab Block 2960832 (rund 3 GB).

Fazit: Zu gut einem Drittel sind die USB-Sticks Schrott, weil sie bei einfachen Schreib-Lesetests Datenfehler zeigen, oder sich als USB-Device abmelden oder gar komplett sterben! Wie der Stick von Platinum zeigt, ist ein relativ hoher Preis keine Garantie dafür, das er richtig (d. h. fehlerfrei) funktioniert.
Dieses Drittel gehört zur Kategorie "Geschenkt ist noch zu teuer" und "illegale Entsorgung von Elektronik-Schrott"!
Weil die Testbedingungen mit 21 ± 1 °C und 50 ± 5 % rel. Luftfeuchte optimal waren, wird man in der Praxis wohl mit höheren Ausfallraten rechnen müssen, die ohne anfänglichen ausführlichen Schreib-Lesetest erst später durch Datenverlust und Datenbeschädigung auffallen, wenn man den Stick intensiver nutzt.

Update 2007-12-12: Stick von Aldi Süd (Deutschland) angetestet

Der Tevion 4 GB USB-Stick, den es seit 12.12.2007 beim Aldi Süd gibt, zeigte bei den Speichertests (badblocks -t random -wsv, badblocks -wsv) weder Fehler noch Instabilitäten. Ein Vorteil ist die kleine mechnische Größe, aber er ist nicht schnell, hat eine Kappe und mit einem Preis von 35,99 EUR ist er überteuert: Einen nahezu baugleichen 4 GB-Stick gibt es für etwas weniger als den halben Preis bei Pollin für 17,95 EUR (Best.Nr. 710361; ich gehe mal davon aus, das es kein Fake ist, aber getestet habe ich diese Sorte Sticks nicht). Daher ist der Stick vom Aldi wenig empfehlenswert und zumindest bei USB-Sticks ist ALDI zweifellos kein Discounter.

Update 2008-02-19: Sticks mit Schreibschutz-Schalter

Laut c't 5/2008 gibt es zwei im Wesentlichen nur Stick-Familien mit Schreibschutzschalter:
Buffalo "High Speed Professionel Type R", Typenbezeichnung RUF2-R*G*
und
TrekStor "USB-Stick CS".
Wie die Namen andeuten, ist der erste der beiden schneller und teurer, aber auch der zweite zeigte beim Schreib-Lesetest keine Fehler und Knoppix lies sich problemlos davon booten.

Update 2011-06-17: Test des YourUSBStick 64

YourUSBStick 64
Dieser Stick stammt von www.kpelectronic.de, aber die Händler geben als Hersteller Toshiba an. Der Stick selber zeigt "Manufacturer: UDISK" (nach dmesg und lsusb -v). Er hat 64489521152 Byte, USB3 und kostete rund 56 Euro (+Versand). Aktuell ist er der günstigste USB3-Stick mit 64 GB Speicher.
Das erste Exemplar zeigte dutzende sporadische Schreib-Lesefehler die bei jedem Test-Lauf an anderen Stellen gemeldet wurden. Dies zeigt, das man ohne unterschriebenes oder signiertes Test-Protokoll wirklich jeden Datenträger zumindest einem Schreib-Lesetest unterziehen solle, denn ansonsten riskiert man Datenverust und/oder korrupte Daten!

Dagegen funktioniert das zweite Exemplar tadellos, ebenfalls mit 32 MB/s am USB2-Bus, sowohl lesend als auch schreibend. Der Hersteller untertreibt mit den auf der Verpackung gedruckten 20 MB/s write, 30 MB/s read etwas, aber vielleicht sind die nicht sequentiell, wie mit badblocks, gemessen worden.
Diese 32 MB/s sind praktisch die Maximalgeschwindigkeit vom USB2-Bus, zumindest beim verwendeten Mainboard Supermicro X8SAX unter Linux 2.6.32-5-amd64 und damit ist der USB2-Bus der Flaschenhals. Im Vergleich zu den USB2-Sticks, die ich bisher testen konnte, hat man mit den USB3-Sticks einen Geschwindigkeitssprung um den Faktor zwei bis drei, selbst wenn man "nur" USB2 verwendet.


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