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Vom Bundesvorstand ins Kuratorium

Wir wollen neue Köpfe in unserem Kreis gerne vorstellen. Hier können wir ein Gespräch mit Moses (Roland Baetzel), dem ehemaligen Bundesvorsitzenden wiedergeben. Mit Moses konnten wir vor kurzem das Kuratorium komplettieren. Die Fragen stellte Samu, Pressesprecher der Stiftung Pfadfinden.

 

 

 

 

Wenn man so ein Amt wie den Bundesvorsitz abgibt, muss man ja plötzlich Unmengen an Zeit übrig haben. Gibt es etwas Besonderes, Konkretes, womit Du diese Zeit jetzt füllst?

Moses: Nichts ganz spezielles, die Zeit unter der Woche ist schnell von der normalen Arbeit und dem Alltag aufgefressen. Aber man hat plötzlich viel viel mehr Wochenenden zur Verfügung. Die habe ich genutzt, um zum Beispiel endlich unseren Garten richtig anzulegen. Außerdem habe ich immer gesagt, wenn ich mit dem Bundesvorstand aufhöre, fange ich an, Kutsche zu fahren. Das kommt allerdings erst noch.

 

Fehlt Dir etwas aus der Zeit im Bundesvorstand?

Eigentlich fehlt mir nichts aus dieser Zeit, aber ich habe es kürzlich nach einem Wochenende wieder festgestellt, als ich mit meinen anderen kleinen Aufgaben für den Bund tätig war: es ist schön, die vielen alten Bekannten wieder zu sehen, mit denen man über die Jahre zusammen gearbeitet hat. Die Familie kam allerdings in dieser Zeit viel zu kurz.

 

Wie war für Dich die Zusammenarbeit mit „der Stiftung“, mit dem Stiftungsrat in Deiner Zeit als Bundesvorstand?

Die Zusammenarbeit war immer sehr gut. Auch wenn es mal Spannungen gab, haben wir gemeinsam drüber gesprochen und es war geregelt und wieder gut. Der Bund hat ja keinen direkten Einfluss auf die Arbeit von Stiftungsrat und Kuratorium, aber gerade da zeigte sich, dass der Kontakt immer so war, dass man miteinander reden konnte. Und sehr wertvoll ist eine hohe Präsenz des Kuratoriums; wenn man also sieht: die engagieren sich!

 

 

Gibt es eine herausragende Erfahrung, die Du aus der Zeit als Bundesvorstand mitgenommen hast?

Ich glaube, dass wir bei vielen Sachen, die wir auf Bundesebene beschließen, die Stammes- und Gruppenführungen vor Ort nicht erreichen. Selbst wenn das Projekte sind, die mit Stufenführungen vorbereitet wurden, ist es immer noch schwierig, die Gruppenleitungen in den Stämmen mitzunehmen. Deshalb wäre mein Rat „Geht noch mal back to the roots.“ Soll heißen, wir müssen uns noch mal verstärkt auf die Pfadfinderbasics konzentrieren und mit den Stämmen daran arbeiten.

Und wir müssen noch deutlicher lernen, dass es einen ständigen Wechsel in den Führungsebenen gibt und den Neuen immer wieder erklären, wie die Dinge laufen. Wir müssen immer wieder erzählen, wie und wieso die Dinge so zustande gekommen sind wie sie sind. Auch bekannte Themen müssen immer wieder neu diskutiert werden.

 

Vom Bundesvorstand ins Kuratorium der Stiftung: lief das einfach nur nach dem Motto „einmal Pfadfinder, immer Pfadfinder“, oder war es für Dich auch ein Wunsch, noch mit dem Bund in Verbindung zu bleiben?

Ich bin ja nicht nur Kurator, sondern immer noch für den neuen Vorstand in verschiedenen kleineren Aufgaben tätig. Hier sind wir in der glücklichen Lage, dass der gesamte alte Vorstand so lange es der neue wünscht, in einzelnen Aufgabenbereichen tätig ist. Es gab also keinen Bruch, wie das sonst häufig der Fall ist. Natürlich bietet auch die Aufgabe als Kurator nun die Gelegenheit, immer wieder die Menschen zu treffen, mit denen ich über die Jahre gerne zusammengearbeitet habe. Und die Stiftung wird auch immer wichtiger werden. Da gibt es sicher einiges zu tun.

 

Was siehst Du für Möglichkeiten in der Aufgabe als Kurator – hast Du Dir schon etwas Bestimmtes vorgenommen?

Ich bin da ganz offen, was an Aufgaben auf mich zukommt!