PROJEKT - KUNSTINSTALLATION ZUM GEDENKEN DER ZERSTÖRUNG DER JÜDISCHEN SYNAGOGE SOLINGEN

Anlässlich des 80. Jahrestages der Zerstörung der jüdischen Synagoge (Malteserstraße, Solingen) durch die Nationalsozialisten, möchte der Solinger Kunstverein in Zusammenarbeit mit Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln (KHM) an dieses Ereignis erinnern. Anspruch ist es mit Hilfe einer temporären Kunstinstallation die Synagoge & die Geschichte ihrer Zerstörung sichtbar zu machen.
Ab dem 08. November 2018, für einen noch zu bestimmenden Zeitraum, soll das Gelände der zerstörten Synagoge bespielt und erfahrbar gemacht werden. Auf diesem befindet sich heute ein Hochbunker, errichtet 1944, der für die Öffentlichkeit unzugänglich ist.
Dieser Ort besitzt viel Potential mit Hilfe künstlerischer Interventionen auf die Wichtigkeit der Vergegenwärtigung der jüdischen Geschichte im Kontext der NS-Zeit Deutschlands hinzuweisen. Die Symbolkraft des Ortes ist dafür prädestiniert zum öffentlichen Diskurs beizutragen und gesellschaftliche Probleme unserer Gegenwart, wie z.B. Fremdenfeindlichkeit, Religiöse Konflikte, Radikalismus, Angst vor Diversität, Demokratieverdrossenheit, etc. mit einer historischen Perspektive in den Blick zu nehmen.
Aufgrund der Gegebenheiten, besonders der baulichen Beschaffenheit, möchte(n) die Kunstinstallation(en) mittels Licht- und Sound Technik (Laser, Projektion, Beleuchtung, Animation, 3D Visualisierung, Virtual Reality) den Ort erschließen.
Das Konzept wird während des Sommersemesters 2018 (9. April – 19. Juli) durch Studierende der KHM in Betreuung von Frau Jacqueline Hen (Künstlerisch Wissenschaftliche Mitarbeiterin) und in Abstimmung mit dem Solinger Kunstverein, in Vertretung durch Herrn Andreas Schäfer entwickelt werden.
Die Studierende entwickeln dabei nicht jeweils eigenständige Konzepte, aus denen im Sinne eines Wettbewerbes das Gewinnerkonzept umgesetzt wird. Vielmehr geht es um einen partizipativen Prozess indem die Teilnehmer des Seminars ein gemeinsames Konzept entwickeln. Dies schließt nicht aus, das Einzelarbeiten der Teilnehmerinnen Bestandteil des Gesamtkonzeptes sind.
Die Realisierung des Konzeptes findet im Zeitraum vom 19. Juli bis 07. November statt.
Wie lange oder in welchen Intervallen der Ort ab 08. November 2018 bespielt wird, ist Teil der studentischen Konzeption.
Mit Fertigstellung des Konzeptes ist eine Antragsstellung im Bundesprogramm "Demokratie leben!" beabsichtigt, welches in Solingen durch den Stadtdienst Integration koordiniert und verwaltet wird.

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