Netze Seile - Burkard Geyer - Netzkonstruktionen
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Seitenschutznetze

Staubschutznezte, handelsüblich auch als Gerüstnetze bezeichnet, bieten optimalen Staubschutz und zusätzlichen Schutz vor herabfallenden Kleinteilen. Sie lassen sich einfach und schnell an die Gerüste montieren.

Seitenschutznetze werden überwiegend bei Dacharbeiten eingesetzt. Weitere Einsatzgebiete sind Arbeiten auf Plattformen, Brückenbau usw.. Sie dienen der Absturzsicherung von Personen. Sier werden montiert in Dachfanggerüsten oder in der Arbeitsebene von Fassadengerüsten.

Geltende Normen, Netzausführungen
Für Seitenschutznetze gelten die EN 1263-1 sowie die BG-Sicherheitsregel BGR 179. Seitenschutznetze werden als Schutznetzsystem U (Schutznetz in Tragkonstruktionen für vertikale Verwendung) bezeichnet. Bei Einsatz von Seitenschutznetzen kann auf den Zwischenholm verzichtet werden. Die Maschenweite darf höchstens 100 mm betragen. Ringsum werden die Netze mit einem angekettelten Einfasseil versehen.

Montage von Seitenschutznetzen
Seitenschutznetze müssen am Gerüstholm befestigt werden und straff gespannt sein. Wir empfehlen die Befestigung mit Isilink-Clips. Diese sind an dem Seitenschutznetz bereits in einem Abstand von max. 75 cm (gemäß Vorschrift) festgenäht. Weitere Möglichkeiten sind das Aufziehen des Netzes Masche für Masche auf das Gerüstrohr und die Befestigung mit Gurtschnellverschlüssen alle 75 cm.

Lagerung
  • trockene Lagerung
  • nie in der Nähe einer Wärmequelle aufbewahren
  • nicht in Kontakt bringen mit aggressiven Substanzen wie Säuren, Basen, o.ä.
  • nicht direkt UV-Strahlung aussetzen

Fehlerhafte Netze
Fehlerhafte Netze (beschädigte Maschen, schadhafte Randseile) oder Netze, durch die bereits eine Person aufgefangen wurde, dürfen nur nach Prüfung durch den Hersteller oder durch Personen mit Fachkenntnissen wieder eingesetzt werden. Reparaturen dürfen nur durch eben diese Fachkräfte vorgenommen werden.

Kennzeichnung
Jedes Schutznetz muss gemäß EN deutlich gekennzeichnet werden. Die Kennzeichnung muß folgende Punkte erhalten:

  • Herstelldatum, Name des Herstellers
  • Netztyp und Maschenweite
  • die genaue Artikelbezeichnung (Artikelnummer)
  • Mindestenergieaufnahmevermögen oder Mindestzugkraft der Prüfmasche nach ISO 1806
  • Prüfnummer der Prüfstelle, welche das NEtz zertifiziert hat.

Jährliche Prüfung
An jedem Schutznetz befinden sich Prüfplomben mit gleichlautenden Identnummern an Schutznetzetikett und Prüfmasche. So wird die Zusammengehörigkeit von Schutznetz und Prüfmasche sichergestellt. Spätestens 1 Jahr nach Herstelldatum muß die erste Prüfmasche zu einem autorisierten Prüfer (z. B. Hersteller) geschickt werden. Dieser weit nach, ob das eingesetzte Netz noch die notwendige Festigkeit/Energieaufnahme hat und führt einen schriftlichen Nachweis über die Ergebnisse. Bei positivem Prüfungsergebnis erhalten Sie eine neue Prüfplakette mit der Identnummer, welche Sie dann wieder am bestreffenden Netz befestigen.

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