Die lustigen Brüder

1. Es sassen beim schäumenden, funkelnden Wein
drei fröhliche Burschen und sangen;
es schallte und brauste das Jubellied,
¦:und lustige Becher erklangen.:¦

2. Der erst', ein Jüngling mit dunklem Haar,
hob hoch in der Rechten den Becher:
"Dem Vater Rhein, der den Wein uns erzog,
¦:ein donnerndes Vivat ihr Zecher!":¦

3. "Es lebe der Rhein! es lebe der Rhein!"
so schallt' es hinaus in die Weite.
Da griff in der Laute Saiten und sprach
¦:mit blitzernden Augen der zweite::¦

4. "Hoch lebe die liebe Frau Musika!
die haltet in Ehren, ihr Brüder!
Es lebe Musik, es lebe Gesang!"
¦:Laut klangen die Gläser wieder.:¦

5. Und wie der festliche Ruf ertönt
noch zu des Gesanges Preise,
da schwingt schon der dritte den Becher empor
¦:und spricht zu der Freunde Kreise::¦

6. "Was soll uns der Wein, was soll der Gesang,
wenn die Liebe nicht innig im Bunde?
ihr Brüder, der Liebe ein donnerndes Hoch,
¦:ein Hoch aus des Herzens Grunde!":¦

7. "Es lebe die Liebe, die Freundschaft hoch!"
so schallt es von Munde zu Munde;
sie reichen die Hand sich und herzlichen Kuss
¦:und leeren das Glas bis zum Grunde.:¦

Worte und Weise: Robert Keil.

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